
Die ersten Übungen begleiten mich von Anfang an, jetzt kommen auch die regelmäßigen Tribe-Treffen dazu. Mein Delphin startet mit reichlich Motivation, Freude und Neugier in diese nächste Etappe. Doch ich kenne auch seine andere Seite. Wenn aus anfänglicher Begeisterung zunehmend Arbeit wird, kann das Dranbleiben zur Herausforderung werden. Gleichzeitig ist da mein Manifestor. Meine Energie ist nicht unbegrenzt und möchte gut eingeteilt sein. Zwischen Übungen, Tribe Treffen, neuen Impulsen und meinem normalen Alltag gilt es also herauszufinden, wie all das seinen Platz findet. Delphin und Manifestor in einer Art of Communication Ausbildung. Die ersten akrobatischen Einlagen lassen nicht lange auf sich warten.
Meine Tribe-Gruppe innerhalb von AoC
Dann werde ich meinem Tribe zugewiesen. Puh, die erste Aufregung und Anspannung sind direkt mit dabei. Wir sind eine bunt gemischte Gruppe mit unterschiedlichen Lebenswegen, Erfahrungen und Hintergründen. Auch die Wege und Entscheidungen, die jeden Einzelnen zur Art of Communication geführt haben, könnten unterschiedlicher kaum sein. Doch eines haben wir gemeinsam: Dieses Jahr gehen wir als Tribe zusammen durch die Ausbildung.
Nach und nach bekommt unser Tribe Struktur. Wir lernen uns besser kennen, finden unseren gemeinsamen Rahmen und schaffen einen Raum für regelmäßigen Austausch. Dabei geht es um das, was uns auf unserem jeweiligen Weg durch die Ausbildung bewegt.
Auch Verantwortung wird innerhalb des Tribes geteilt. Jeder bekommt im Laufe der Zeit die Gelegenheit, seinen Teil dazu beizutragen. So wächst aus Menschen, die sich vorher nicht kannten, langsam eine Gruppe, die ein besonderes Ausbildungsjahr miteinander erlebt.
Natürlich darf dabei etwas ganz Eigenes nicht fehlen unser Motivationsruf:


Die Feuerherzen der AoC Klasse 2
Akrobatik zwischen Alltag und Manege
Trotz aller Vorfreude auf das kommende Jahr findet die Art of Communication nicht in einem freien Kalender statt. Meine Umschulung läuft in Vollzeit. Damit beginnt die erste Akrobatik zwischen Alltag und Manege. Unter der Woche bin ich in der Unterbringung meiner Schule. Ist der Unterricht vorbei, bedeutet das noch lange keinen Feierabend für den Kopf. Klausuren wollen vorbereitet, Projekte fertiggestellt, Aufgaben beantwortet oder die Themen des Tages wiederholt werden. Zur gleichen Zeit warten die Inhalte der Art of Communication auf mich. Mittwochs ist der Hauptcall, hinzu kommen die festen Treffen mit meinem Tribe 16, Videos, Workbook und Übungen.
Vieles davon landet zwangsläufig in denselben Abendstunden. Manchmal nutze ich auch ein Wochenende in der Unterbringung dafür. An anderen Tagen bleibt nur eine kleine Lücke zwischendurch. Vorausgesetzt, meine Energie reicht noch dafür. Außerhalb von Schule und Ausbildung läuft das Leben natürlich weiter. Termine müssen abgesprochen, schulische Dinge geklärt und familiäre Anliegen besprochen werden. Manches passiert zwischen Tür und Angel am Telefon. Von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag bin ich zu Hause bei meiner Familie, bevor es wieder zurück in die Unterbringung geht. In den Ferien habe ich mir deshalb bewusst eine Auszeit von der Art of Communication genommen. Diese Zeit gehörte meinen Kindern.
Manchmal sitze ich bereits im Unterricht und weiß genau, was später noch auf mich wartet. Für die Schule lernen, ein Projekt weiterführen, AOC Inhalte bearbeiten oder am Blog arbeiten. Nachrichten trudeln ebenfalls ein. An solchen Tagen würde ich manchmal am liebsten den Unterricht schwänzen, um mich nur mit AOC oder meiner Blogseite zu beschäftigen. An anderen möchte ich genau das Gegenteil: gar nichts machen und einfach den Kopf ausschalten. Kommunikation begegnet mir dabei tatsächlich überall. In der Familie, in der Manege sowie in meinem beruflichen Kontext. Dort zeigt sie sich nicht nur durch Sprache und Text. Auch Bilder, Design und Typografie kommunizieren. Meine Umschulung und die Art of Communication liegen für mich deshalb gar nicht so weit auseinander. Zeitlich beanspruchen jedoch beide ihren Platz.
Irgendwo zwischen Terminen, Lernen und Aufgaben sitzt noch mein Delphin und fragt nach Spaß und Abenteuer. Selbst der Sport, der mir sonst Energie gibt und beim Abschalten hilft, kommt zu kurz. Nicht, weil mir die Art of Communication keinen Spaß macht. Es gibt neue Erkenntnisse und Momente, die mich weiterziehen lassen. Doch innere Arbeit verläuft ebenfalls nicht auf einer geraden Linie. Mein Manifestor schaut dagegen auf die vorhandene Energie und darauf, wie weit sie noch reicht. Keine schlechte Kombination für meine ersten akrobatischen Versuche, nur eine ziemlich anspruchsvolle.
So stehe ich in meiner Manege, jongliere Schule, Familie, Art of Communication und meine eigenen Projekte. Noch sind alle Bälle in der Luft. Doch Balance bedeutet eben nicht, dass nichts ins Wanken gerät.
Meine erste Akrobatik hat gerade erst begonnen.

Schreibtisch mit Visionen und Tools
Celebrity Twin: Zwei Welten
Während der Art of Communication beschäftige ich mich auch mit der Frage, welche Persönlichkeiten mich inspirieren. Lange überlegen muss ich nicht. Zwei Namen sind ziemlich schnell da: Eminem und Bhikkhu Paññākāra. Rapper und buddhistischer Mönch. Zwei Menschen, deren Lebenswege kaum unterschiedlicher sein könnten. Für mich gehören trotzdem beide dazu.
Eminem begleitet mich schon lange. Als er seinen Durchbruch hat, bin ich ungefähr 16 Jahre alt. Durch die Doku „STANS“, in der seine Fans im Mittelpunkt stehen, rückt er zu dieser Zeit wieder stärker in meinen Blick. An ihm beeindruckt mich der Mut, Dinge auszusprechen, auch wenn sie unbequem sind. Seine Karriere ist von Kritik, Kontroversen, enormem Erfolgsdruck und Erwartungen begleitet. Trotzdem geht er seinen eigenen Weg und findet seinen Ausdruck in der Musik. Genau dieser kreative Ausdruck beschäftigt mich auch bei mir selbst. Schreiben, Bloggen, Kommunikation, Bilder, Design und Typografie gehören für mich dazu. Welche Form daraus einmal entsteht, weiß ich noch nicht.
Bhikkhu Paññākāra begegnet mir in einer völlig anderen Welt. Der Theravada buddhistische Mönch führt den Walk for Peace an, einen rund 2.300 Meilen langen Friedensmarsch von Fort Worth in Texas bis nach Washington, D.C. Über Instagram verfolge ich diese Reise fast von Anfang an. Tag für Tag sehe ich Bilder und Videos. Immer mehr Menschen stehen am Straßenrand, laufen ein Stück mit oder besuchen die Zeremonien. Innerhalb weniger Monate erreicht der Walk immer mehr Menschen. Mit dabei ist auch Aloka, der Hund, dessen Verbindung zu den Mönchen mich genauso berührt.Besonders beeindruckt mich Bhikkhu Paññākāras Umgang mit Menschen. Selbst Ablehnung und Beschimpfungen ändern nichts an der Botschaft, für die er diesen Weg geht. Mitgefühl, Frieden und Hoffnung bleiben im Mittelpunkt. Obwohl ich die Reise nur über einen Bildschirm verfolge, ist genau das für mich spürbar.
Eminem und Bhikkhu Paññākāra stehen für zwei völlig verschiedene Arten, Menschen zu erreichen. Bei Eminem sind es für mich Mut, eine klare Stimme und kreativer Ausdruck trotz Kritik und Erwartungen. Bei Bhikkhu Paññākāra sind es Mitgefühl, Menschlichkeit, Hoffnung und Frieden. Ich möchte nicht sein wie einer von ihnen. Mich beschäftigt vielmehr, was ich aus diesen beiden Welten für meinen eigenen Weg mitnehme: frei von starren Erwartungen leben, meinen kreativen Ausdruck finden, meinen Werten treu bleiben und mit dem, was ich erschaffe, Menschen etwas mitgeben.
Mut, Hoffnung, einen neuen Gedanken oder einfach etwas, das jemand in diesem Moment gebrauchen kann.
Come along. Take what you need.

Rapper und Mönch – meine Celebrity Twins
Der erste Tieffall in der Manege
Irgendwann wird die Akrobatik anspruchsvoller. Es kommen immer mehr Bälle dazu, die gleichzeitig in der Luft bleiben wollen. Jeder steht für etwas, das Aufmerksamkeit braucht, erledigt oder geklärt werden möchte. Von verschiedenen Seiten erreichen mich Fragen und Erwartungen. Häufig werden Antworten erwartet, obwohl ich selbst noch gar nicht weiß, wie die nächsten Wochen aussehen werden. Ich kann schließlich nicht in eine Glaskugel schauen und für alles eine Lösung hervorzaubern.
Parallel fordert mich die Umschulung weiterhin. Für Klausuren muss gelernt, an Projekten gearbeitet und der Stoff aus dem Unterricht wiederholt werden. Während mir der digitale Bereich liegt, habe ich bei manchen Print Themen das Gefühl, dass sie einfach nicht in meinen Kopf wollen. Trotzdem gehören sie zur Ausbildung und damit auch auf meinen Schreibtisch. Die Art of Communication läuft ebenfalls weiter. Mein Blog wartet, Ideen sind genügend vorhanden und manches würde ich am liebsten längst umgesetzt sehen. Dazu kommen die Aufgaben der Ausbildung sowie die innere Arbeit, die nicht einfach Pause macht, nur weil außen gerade genug los ist.
Der Druck entsteht nicht an einer einzigen Stelle. Verschiedene Anforderungen treffen aufeinander, während meine Zeit und Energie dieselben bleiben. Kaum ist etwas geklärt oder erledigt, wartet bereits das Nächste. Aus der anfänglichen Akrobatik wird langsam die Frage, wie lange ich alle Bälle überhaupt noch in der Luft halten kann. Irgendwann fallen die ersten.
Mein Delphin fragt sich an manchen Tagen vermutlich, wo der Clown geblieben ist, der in dieser Manege für Spaß und Leichtigkeit sorgen sollte. Mein Manifestor hätte währenddessen nichts gegen eine ziemlich lange Pause. Stattdessen stehe ich mittendrin und merke, dass sich Balance nicht dadurch herstellen lässt, noch einen weiteren Ball in die Luft zu werfen.
Am Boden der Manege bleiben die Bälle trotzdem nicht lange liegen. Die ersten Versuche, wieder aufzustehen und meine Balance neu zu finden, beginnen bereits. Noch ist nicht jeder Ball wieder in der Luft. Das Licht in meiner Manege ist jedenfalls noch lange nicht aus.

Jonglieren zwischen Anspruch und Alltag
Das hat gerockt? Mehr davon hier!



